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Fußpilz: Alle wichtigen Fakten im Überblick
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Was ist Fußpilz eigentlich?
Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Haut. Sogenannte Dermatophyten, eine Art der Fadenpilze, verursachen eine Infektion am häufigsten.3 Diese Pilze befallen bevorzugt Haut, Haare und Nägel. Besonders an den Füßen finden sie aufgrund der warmen und feuchten Bedingungen in Schuhen und Socken ideale Lebensverhältnisse. Eine schlechte Durchblutung der Füße kann das Risiko einer Infektion zusätzlich erhöhen, da sie die Abwehrkräfte der Haut schwächt. Obwohl der Pilz vor allem die Füße befällt, kann er theoretisch jede andere Stelle der Haut infizieren.3
Fußpilz erkennen: Symptome und Hautbefunde
- Rötung, Risse und Schuppung der Haut – häufig zwischen dem kleinen Zeh und dem Nachbarzeh
- Juckreiz
- weißlich verfärbte, aufgequollene Haut
- Schmerzen bei tieferen Rissen
- Mokassin-Mykose (Pilzinfektion der Fußsohle)
- trockene, schuppige Fußsohle, Fersen und Fußränder
- Juckreiz
- Verwechslungsgefahr mit Neurodermitis
Frühstadium |
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fortgeschrittenes Stadium |
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Spätstadium |
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Interdigital: Fußpilz beginnt oft zwischen den Zehen Die häufigste Art von Fußpilz ist die in den Zehenzwischenräumen. Dort ist die Haut aufgeweicht und rissig. Häufig sind auch die Oberseiten der Zehen sowie der Fußrücken und die Fußsohle betroffen. Äußerlich zeigen sich gerötete und schuppende Hautstellen, begleitet von einem unangenehmen Juckreiz. | |
Vesikulös-dyshidrotisch: Fußpilz mit Bläschenbildung Bei dieser Form von Fußpilz bilden sich kleine, rote Bläschen zwischen den Zehen, unter den Zehenfalten, an der Fußsohle oder auf dem Fußrücken. Sie sind prall mit Flüssigkeit gefüllt und können zu größeren Blasen zusammenfließen. Wenn sie platzen, bleibt eine gerötete, nässende Hautstelle zurück. Diese schmerzt bei Bewegung und bietet ein erhöhtes Risiko für weitere Infektionen, da sie Bakterien eine Eintrittspforte schafft. | |
Squamös-hyperkeratotisch: trockener, verhornender Fußpilz Diese Form von Fußpilz erkennen Sie an trockener, schuppender und unebener Hornhaut an den Fußsohlen Die Ränder der betroffenen Bereiche sind oft etwas dunkler als die normale Hornhaut. Diese Variante verursacht selten Beschwerden. Manchmal kann die Hornhaut jedoch schmerzhaft einreißen. |
Abgrenzung: Fußpilz oder Nagelpilz?
Fußpilz | Nagelpilz | |
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wissenschaftlicher Name | Tinea pedis | Onychomykose |
Auslöser |
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häufige Ursachen |
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Symptome | Fußpilz beginnt oft zwischen den Zehen mit:
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betroffene Körperstellen | Haut zwischen den Zehen und Fußsohle | Zehennägel (seltener Fingernägel) |
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Diagnose bei Fußpilz – so verläuft die Untersuchung
- Anamnese
- Wann traten die ersten Fußpilz-Symptome auf?
- Haben Sie andere auffällige Hautveränderungen bemerkt?
- Nutzen Sie häufig öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Umkleideräume?
- Gibt es ähnliche Krankheitsbilder in der Familie?
- Untersuchung
- Sicherung der Diagnose
Ursachen von Fußpilz: Die häufigsten Erreger
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Fadenpilze (Dermatophyten)
Fadenpilze sind die häufigste Ursache für Fußpilz und Nagelpilz. Sie produzieren ein Enzym, das die Hornsubstanz (Keratin) der Haut spaltet und sich davon ernährt. Fadenpilze befallen besonders gern Hornhaut, Haare und Nägel, wo sie reichlich Keratin finden.
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Hefepilze
Hefepilze bevorzugen feuchtwarme Bereiche, wie die Hautfalte zwischen den Zehen oder Schleimhäute. Daher führen sie nicht nur zu Fußpilz, sondern befallen auch den Verdauungstrakt und den Mund. Der bekannteste Vertreter ist Candida albicans.
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Schimmelpilze
Schimmelpilze treten meist zusammen mit anderen Pilzen auf, da sie menschliches Keratin nicht selbst abbauen können. Schimmelpilze gelangen oft aus der Umwelt, wie zum Beispiel aus Blumenerde, auf eine bereits bestehende Infektion und setzen sich dort fest.
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geschwächtes Immunsystem
Pilze breiten sich leichter aus, wenn das Immunsystem beeinträchtigt ist. Erkrankungen wie Diabetes können das Risiko erhöhen.
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enge Schuhe
Falsches Schuhwerk kann zu kleinen Verletzungen führen, die den Eintritt von Fußpilz begünstigen.
- warm und feucht
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Ansteckung im familiären oder öffentlichen Umfeld
Fußpilz kann leicht auf Familienmitglieder übergehen, besonders bei gemeinsam genutzten Schuhen, Handtüchern oder Kleidungsstücken. Auch die Nutzung von öffentlichen Schwimmbädern oder Duschen stellt ein Risiko dar.
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familiäre Veranlagung
Eine genetische Veranlagung kann das Risiko erhöhen, an Fußpilz zu erkranken.
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höheres Alter
Allgemein nimmt das Risiko mit dem Alter deutlich zu. Das liegt daran, dass sich die Durchblutung der feinsten Ausläufer des Gefäßsystems mit den Jahren verschlechtert. Vor allem das Zahnfleisch, die Hände und die Füße sind dadurch oft nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Entsprechend steigern auch alle Arten von Durchblutungsstörungen die Fußpilzgefahr – egal, ob durch starkes Rauchen, Krampfadern, Herzinsuffizienz oder Diabetes. Auch die Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr drosseln, erleichtert den Erregern das Spiel. Dies betrifft zum Beispiel Asthmatiker:innen oder Rheumatiker:innen, die regelmäßig Kortison nehmen.
Schweiß schafft ein ideales Klima für die Pilze. So sind häufig Sportler:innen betroffen, da sie beim Training mehr in ihren Schuhen schwitzen.
Vorbeugung: So verhindern Sie Fußpilz
- Halten Sie Ihre Füße, besonders zwischen den Zehen, trocken.
- Vermeiden Sie das Barfußlaufen an öffentlichen Orten wie Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Saunen.
- Verwenden Sie ein separates Handtuch für die Füße und waschen Sie es regelmäßig.
- Tragen Sie gut sitzende, atmungsaktive Schuhe.
- Wechseln Sie täglich Ihre Socken.
- Kontrollieren Sie Ihre Zehen und Zwischenräume sowie die Fußsohlen regelmäßig auf Veränderungen.
- Widmen Sie sich Ihrer Fußpflege mindestens einmal in der Woche. Für eine gute Durchblutung sorgen zum Beispiel Wechselduschen oder Schenkelgüsse.
- Überwachen Sie bei Diabetes Ihre Blutzuckerwerte und achten Sie besonders auf Ihre Fußpflege.
Häufige Fragen zum Thema Fußpilz
Was ist Fußpilz?
Wo tritt Fußpilz am häufigsten auf?
Woran kann ich Fußpilz erkennen?
Zu den typischen Symptomen von Fußpilz gehören Juckreiz, Rötung, Schuppenbildung und kleine Risse in der Haut. Manchmal verfärbt sich die Haut weißlich und quillt auf.3
Warum haben manche Menschen häufiger Fußpilz?
Zu den Risikofaktoren für Fußpilz zählen ein geschwächtes Immunsystem, feuchtwarme Bedingungen in Schuhen und Barfußlaufen in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern. Auch genetische Veranlagungen und Vorerkrankungen können das Risiko steigern.3, 4
Was hilft als Vorbeugung gegen Fußpilz?
Um Fußpilz zu verhindern, sollten Sie Ihre Füße trocken halten – insbesondere die Zehenzwischenräume. Vermeiden Sie Barfußlaufen in öffentlichen Duschen oder Umkleiden, wechseln Sie täglich Ihre Socken und tragen Sie gut sitzende, atmungsaktive Schuhe.3, 4
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Quellen
1„Was tun bei Fußpilz?“ Uni-tuebingen.de, https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/patienten-und-besucher/expertentipps/gesundheit/fusspilz. Zugegriffen 22. Oktober 2024.
2Rheinbaben, F. v., und A. Schwarzkopf. „Fußpilzprophylaxe und Fußpilzprophylaktika. Ein Beitrag zur Bewertung der aktuellen Situation“. Krankenhaushygiene + Infektionsverhütung, Bd. 34, Nr. 4, 2012, S. 160–163, doi:10.1016/j.khinf.2012.07.001.
3„Fußpilz“. gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/fusspilz.html. Zugegriffen 21.Oktober 2024
4Seebacher, C., u. a. „Tinea der freien Haut“. JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Bd. 8, 2010, doi:10.1111/j.1610-0387.2009.07259_supp.x.
5„Onychomykose, AWMF-Register-Nr.: 013-003, 2022 ICD-10 Code: B35.1“. Awmf.org, https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-003l_S1_Onychomykose_2022-09_1.pdf. Zugegriffen 22. Oktober 2024.
6Raab, Wolfgang. Nagelerkrankungen in der Dermatologischen Praxis. Springer, 2012.