Hausmittel gegen Nagelpilz

Apfelessig, Zahnpasta, Urin und Co.

Nagelpilz Hausmittel: Wer im Internet nach einem kostengünstigen Hausmittel gegen Nagelpilz sucht, nutzt gerne diese zwei Suchbegriffe. Die Trefferliste vermeintlich hilfreicher, natürlicher Heilmittel ist lang. Sie reicht von Apfelessig über Backpulver, Eigenurintherapie, australischem Teebaumöl bis hin zu Zahnpasta.

Viele dieser Hausmittel gegen Nagelpilz (Fachwort Onychomykose) sind günstig und leicht erhältlich. Doch was die meisten Betroffenen nicht wissen: Die gut gemeinten Mischungen und Anwendungen aus Omas sanfter Hausapotheke helfen in den seltensten Fällen. Ein grundsätzliches Problem aller Hausmittel gegen Nagelpilz ist, dass sie nicht tief in die Nagelplatte eindringen können und somit gar nicht mit dem Pilz in Kontakt kommen.

Eine ausschließliche Behandlung mit althergebrachten Hausmitteln ist bei Nagelpilz auf gar keinen Fall zu empfehlen. Großmutters Tipps können die Symptome sogar deutlich verschlimmern. Laut Berufsverband der Deutschen Dermatologen breitet sich der Nagelpilz ohne die richtige Behandlung immer weiter auch auf andere Nägel aus. Außerdem können Beschwerden beim Laufen auftreten und eine bakterielle Infektion hinzukommen.1)

Hausmittel gegen Nagelpilz helfen selten

Sowohl die Diagnose als auch die Behandlung von Nagelpilz gehören in die fachkundigen Hände eines Hautarztes (Dermatologen). Dieser verschreibt das passende Pilzmittel (Antimykotikum: von griechisch anti = gegen und mykes = Pilz). Je nachdem, wie weit sich der Nagelpilz ausgebreitet hat, ist ein lokal einsetzbarer, medizinischer Anti-Pilz-Lack das Mittel der Wahl.

Nagellacke mit dem Wirkstoff Ciclopirox, beispielsweise im Nagellack Ciclopoli, haben eine starke Wirkung gegen Nagelpilz, denn sie bekämpfen die Pilzzelle gleichzeitig von außen und innen.

Mühsames Nagelfeilen und Hantieren mit dem Nagellackentferner entfallen, denn der patentierte Lack ist wasserlöslich. Sind bereits die Wachstumszonen der Nägel befallen, wird eine Kombinationsbehandlung mit Antipilz-Tabletten erforderlich.

Hausmittel gegen Nagelpilz: Pro und Contra

Es gibt derzeit noch keine medizinischen Studien, die die Wirksamkeit von Hausmitteln bei Nagelpilz belegen. Auch mögliche Nebenwirkungen wurden noch nicht erfasst. Doch was spricht für oder gegen Hausmittel? Der Pro- und Contra-Check:

Apfelessig: Einfaches Hausmittel gegen Nagelpilz?

Pro:

Der Essigsäure im Apfelessig werden antibakterielle (bakterientötende) Eigenschaften zugesprochen. In Foren wird empfohlen, die gleiche Menge Apfelessig und kaltes Wasser zu mischen. Anschließend mit einem Wattepad oder sauberen Tuch die betroffenen Stellen täglich mehrfach mit der Lösung vorsichtig einreiben. Alternativ kann ein belebendes Fußbad mit einer 1:4-Mischung aus Wasser und Apfelessig genommen werden.

Contra:

Im Internet finden sich viele Erfahrungsberichte, die die positive Wirkung von Apfelessig bestätigen. Dennoch gibt es bis heute keine Studie, die belegt, dass Apfelessig als Heilmittel gegen Nagelpilz wirkt.

Teebaumöl, Salbeiöl und Lavendelöl: Alleskönner auch bei Nagelpilz?

Pro:

Diese ätherischen Öle können das Wachstum von Pilzsporen reduzieren. In Foren wird empfohlen, einige Tropfen des jeweiligen Öls auf ein Wattestäbchen zu träufeln und damit die infizierten Stellen zu bestreichen.

Contra:

Die antimykotische Wirkung von Teebaumöl, Salbeiöl und Lavendelöl ist nicht stark genug. Studien zur Wirksamkeit von ätherischen Ölen gegen Nagelpilz stehen noch aus.

Backpulver: Hilft Omas Hausmittel gegen Nagelpilz?

Pro:

Backpulver findet sich in jedem Haushalt und ist nicht teuer. Auf einigen Internetportalen wird empfohlen, direkt nach dem Duschen die betroffenen Stellen mit Backpulver zu bestreuen. Der Pilz soll dadurch „ausgetrocknet“ werden. Andere vermischen ein Tütchen Backpulver mit etwas Wasser und tragen die Masse anschließend auf die vom Pilz befallenen Nägel auf.

Contra:

Auch für diese billige Behandlungsvariante gilt: Wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit stehen noch aus.

Eigenurin: Geeignetes Hausmittel gegen Nagelpilz?

Pro:

In einigen Foren wird den Lesern ans Herz gelegt, die betroffenen Partien im Anfangsstadium mit Eigenurin zu behandeln. Der Harnstoff im gesunden Harn soll ebenfalls Pilzsporen abtöten.

Contra:

Mediziner raten vor dieser „natürlichen“ Art der Behandlung ab. Auch für die Wirksamkeit einer „Selbstmedikation“ mit Eigenurin gibt es keine wissenschaftlichen Belege und die Harnstoffkonzentration ist zu gering.

Zahnpasta: Putzt die Pasta Nagelpilze weg?

Pro:

In Internetforen finden sich auch Berichte von Betroffenen, die ihren Nagelpilz anscheinend erfolgreich mit Fluor-Zahnpasta bekämpft haben. Weiteres vermeintliches Plus: „Kostet fast nix!“ Fluor soll, so wird behauptet, eine starke antimykotische Wirkung haben.

Contra:

Auch für dieses oft empfohlene Hausmittel gegen Nagelpilz gilt: Es gibt keine klinischen Belege für dessen Wirksamkeit.

Fazit Keines der genannten Hausmittel ist so wirksam wie medizinische Anti-Pilz-Lacke.

Wer sich auf Hausmittel gegen Nagelpilz verlässt, geht zudem zwei Risiken ein: Er verliert Zeit und verschleppt eine effektive Behandlung, denn Nagelpilz verschwindet nicht von alleine. Zudem können einige der aufgezählten Mittel den betroffenen Bereich zusätzlich reizen und sogar Allergien auslösen.

Tipp

Wer auf Nummer sicher gehen aber unbedingt Hausmittel gegen Nagelpilz ausprobieren möchte, sollte seine Nägel zusätzlich mit einem wasserlöslichen Anti-Pilz-Lack wie Ciclopoli gegen Nagelpilz behandeln. Seine starke Wirkung gegen Nagelpilz ist klinisch belegt. Der Lack wird einfach abends vor dem Zubettgehen aufgepinselt und kann am nächsten Morgen mit Wasser abgewaschen werden. Der Wirkstoff verbleibt im Nagel.

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